Vor etwas mehr als 10 Jahren, also um 1996, begann ich neben meinen eigenen musikalischen Projekten erstmals verstärkt mit Auftragskompositionen für die Medienbranche, bzw. - wie ich es nenne - "Media Music" zu produzieren. Mein damaliger musikalischer Partner Ulrich Möller gab den Anstoß dazu.
Dabei geht es um Musik für Film, TV, Werbung, Multimedia und Theater. Die Liste meiner Auftraggeber beherbergt mittlerweile einige bekannte Namen wie z.B. Wilkinson, Telekom, Esso, Die Grünen, das ZDF, VW und das Düsseldorfer Kom(m)ödchen. Auch einige "exotischere" Wünsche wurden an mich herangetragen: so gab z.B. ein erfolgreicher Düsseldorfer Maler 1996 ein Requiem bei mir in Auftrag, der von mir hochgeschätzte Regisseur Stefan J. Scheer stachelte mich zu einem aufwendig produzierten postmodernen Soundtrack für seinen ersten Spielfilm an, oder der 3-D-Künstler Thomas Junk bestellte avantgardistische Musik für seine interaktive Videoinstallation "Die Antwortmaschine".
Auftragskompositionen können äußerst inspirierend sein und viele dieser Arbeiten und ihre Ergebnisse haben mich sehr befriedigt. Als Glücksfall betrachte ich die Tatsache, dass meine Auftraggebner nie etwas von mir abverlangten, was gegen meinen persönlichen Geschmack verstoßen hätte, im Gegenteil: einige provozierten mich zu gewagten und unkonventionellen Lösungen. Eine ablehnende Haltung gegenüber Konfektionsware und minderqualitativer Dosenmuzak macht sich bei den Auftraggebern in der Medienbranche breit und wir Musiker spüren, dass hierzulande eine Entwicklung stattfindet: weg vom mumpfigen Status eines Entwicklungslandes im Bereich Media Music hin zu den coolen Sounds!